Erstellt von Alexander am 8. Aug
Capsaicin – der Stoff, der uns beim Essen einer Chilischote glatt den Atem verschlägt, ist ebenfalls eine natürliche Waffe gegen den Prostatakrebs. Da, wo die Gene versagen und alte Zellen nicht absterben, sondern zu Prostatageschwüren weiterwachsen, sorgt Capsaicin in 80 % der Fälle für eine Reaktivierung des natürlichen Zellschutzes. So zumindest bei den bisher an Prostatakrebs erkrankten Mäusen.
Doch auch beim Menschen wurden bereits Versuche erfolgreiche durchgeführt, in denen an der Prostata erkrankte Menschen drei bis 10 Chilischoten am Tag verdrücken mussten. Bei ihnen wuchs der Tumor nur um ca. ein viertel so schnell wie bei Versuchspersonen ohne Chilischoten auf dem Speiseplan. Hier spielen verschiedene Mechanismen eine Rolle, die insgesamt zu diesem erstaunlichen Ergebnis führen.
Gleichzeitig warnt jeder Onkologe und Urologe Berlin aber auch vor einem häufigen und massenhaften Verzehr von Chilischoten, denn diese können aufgrund ihrer Schärfe wiederum Magenkrebs verursachen. Wenn allerdings eine Prostataerkrankung vorliegt, kann Chili durchaus die Behandlung unterstützen. Bis dieser scharfe Stoff aus der Chilischote in weniger atemberaubender Form als Pille oder Pulver auf den Markt kommt und offiziell als Medikament zugelassen wird, kann es allerdings noch eine Weile dauern. Denn noch ist es ziemlich schwierig zu testen, wie viel Capsaicin der menschliche Körper und Gaumen vertragen kann. Um vergleichbare Versuchsvoraussetzungen wie bei Mäusen zu schaffen, müsste ein 100 kg schwerer Mensch am Tag etwa 35 scharfe Chili-Schoten essen – was bisher noch niemand geschafft hat. Viel schneller wird es wahrscheinlich gehen, zugelassene und förderfähige Kartenlesegeräte in alle Arztpraxen zu installieren, um die neue elektronische Gesundheitskarte endlich in den Verkehr bringen zu können. Denn das wäre auch eine wichtige Hilfe bei der Vorsorge und Behandlung von Krebspatienten aller Art.